正规赌篮球软件 Osnabrück forscht an Recycling smarter Textilien Donnerstag, 26. Februar 2026
Forschungsteam aus Lingen und Osnabrück entwickelt Design– und Robotikl?sungen für smarte Kleidung und deren Wiederverwertung
(Lingen/Osnabrück, 26.02.2026) Selbstleuchtende Jacken, Pullover mit Notrufsensoren oder Schuhsohlen, die Gesundheitsdaten messen – sogenannte smarte Textilien sind auf dem Vormarsch. Doch w?hrend ihre Funktionen immer ausgefeilter werden, steckt ihr Recycling noch in den Kinderschuhen. Ein neues Forschungsprojekt der 正规赌篮球软件 Osnabrück will genau hier ansetzen. Im Projekt ?ReSiST-AR - Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“ forscht ein Wissenschaftsteam daran, das Design dieser Textilien nachhaltiger zu gestalten. Au?erdem entwickelt es Robotertechnik so weiter, dass smarte Kleidung zukünftig automatisiert sortiert und so besser recycelt werden kann. Gef?rdert wird das zweij?hrige Projekt mit rund 422.000 Euro aus Mitteln des Europ?ischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen.
Regionale Recyclingkreisl?ufe für smarte Kleidung
Smarte Textilien kommen bereits heute in vielen Bereichen zum Einsatz – etwa bei Polizei und Feuerwehr, im Sport oder in der Mode. Gleichzeitig stellt ihre Entsorgung eine wachsende Herausforderung dar. ?Textilien werden h?ufig um die halbe Welt transportiert, um dort günstiger von Hand sortiert zu werden. Au?erdem ist die getragene Kleidung oft verschmutzt und riecht. Das ist weder eine angenehme Arbeit noch besonders nachhaltig“, erkl?rt Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser. Er ist Professor für Automatisierungstechnik an der Fakult?t Management, Kultur und Technik am Campus Lingen der 正规赌篮球软件 Osnabrück und leitet das neue Forschungsprojekt. ?Unser Ziel ist es, die Sortierprozesse zu automatisieren und regionale Recyclingkreisl?ufe zu erm?glichen, anstatt Kleidung über gro?e Distanzen zu transportieren.“ Dafür sollen Roboter in die Lage versetzt werden, entsorgte Kleidungsstücke zu scannen und die smarten Textilien herauszugreifen.
KI und Robotik sollen Textilberge sortieren
Greiser erl?utert die besondere Herausforderung beim Sortieren von Kleidung per Roboter: ?Bislang k?nnen Roboter vorwiegend feste Materialien gut greifen - genau wie KI gut lernen kann, feste Gegenst?nde zu erkennen. Kleidungsstücke sind jedoch sehr weich, liegen oft gebündelt und überlappend auf F?rderb?ndern, sind zerknittert und unterscheiden sich stark in Material, Farbe und Struktur. Sie sehen also immer anders aus. Damit Roboter zuverl?ssig die smarte Kleidung erkennen und greifen k?nnen, braucht es fortschrittliche Sensortechnologien und Algorithmen. Wir wollen ihnen beibringen die smarten Textilien zwischen vielen anderen Kleidungsstücken herauszusuchen – egal wie sie auf dem Kleiderhaufen liegen.“
Geplant ist dafür der Einsatz von multispektralen Kameras, 3D-Sensorik und weiteren Technologien, um Materialien zu unterscheiden und Elektronikbestandteile aufzuspüren.
Nachhaltigkeit beginnt beim Produktdesign
Neben der Sortierung widmet sich das Projekt auch der Frage, wie smarte Kleidung von Anfang an recyclingfreundlicher gestaltet werden kann. Dabei untersucht ein Forschungsteam am Standort Osnabrück verschiedene Herstellungsverfahren – etwa das Aufsticken, Einn?hen oder Verschwei?en elektronischer Komponenten.
Prof. Dr.-Ing. Jens Sch?fer ist Professor für Technische Produktentwicklung an der Fakult?t Ingenieurwissenschaften und Informatik am Campus Westerberg und betont: ?Wir analysieren, wie Sensoren und Elektronik so integriert werden k?nnen, dass sie im Alltag stabil funktionieren, sich sp?ter aber m?glichst einfach wieder aus den Textilien herausnehmen lassen. Dafür schauen wir uns als erstes an, welche Arten von smarten Textilien es gibt und welche Anforderungen es aus Sicht der Endkund*innen gibt. Unser Ziel ist ein Leitfaden, mit dem Unternehmen smarte Textilien langlebig und gleichzeitig recyclingf?hig entwickeln k?nnen.“
Praxisnahe Forschung mit Industriepartnern
Für die Umsetzung des Forschungsprojektes arbeitet die 正规赌篮球软件 Osnabrück eng mit Unternehmen aus der Region zusammen. Dazu geh?ren das Robotik-Unternehmen Moduco GmbH aus Lingen sowie die WKS Textilveredlungs-GmbH aus Wilsum.
Das Unternehmen moduco entwickelt Robotik-Systeme für den produktiven Einsatz in Unternehmen und bringt viel Erfahrung im Zusammenspiel von Robotern mit kamerabasierten Systemen mit. ?Das automatische Sortieren von Kleidungsstücken mit einem Roboter ist eine überdurchschnittlich gro?e Herausforderung. Die Aufgabe kann nicht durch fest programmierte Abl?ufe gel?st werden“, so Gesch?ftsführer Stephan Feldker. Das Team von moduco arbeitet gemeinsam mit den Partnern an praxisnahen L?sungen, um Robotern und kollaborativen Robotern (sogenannte Cobots, die Hand in Hand mit Menschen arbeiten) beizubringen, diese herausfordernde Aufgabe erfolgreich zu meistern.
Auch der Praxispartner WKS Textilveredlungs-GmbH sieht gro?es Potenzial: ?Wir sortieren und reparieren t?glich gro?e Mengen zurückgesendeter Kleidung. L?sungen, die Sortierung, Analyse von Schadbildern und Aufbereitung der Kleidung erleichtern, sind entscheidend, um Second-Life-Konzepte wirtschaftlich umzusetzen. Wir freuen uns sehr mit der 正规赌篮球软件 Osnabrück eine starke Forschungspartnerin gefunden zu haben“, so Gesch?ftsführer Michael Hofmann.
Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser
Professor für Automatisierungstechnik
Telefon: 0591 80098-285
E-Mail: s.greiser@hs-osnabrueck.de
Prof. Dr.-Ing. Jens Sch?fer
Professor für Technische Produktentwicklung
Telefon: 0541 969-2133
E-Mail: jens.schaefer@hs-osnabrueck.de
Von: Julia Brink